Bericht der Aachener Zeitung vom 08.05.2001


  Die bunte Welt der Grundschule Bildchen

Aachen. «Unsere Welt ist groß und bunt.» Unter diesem Motto begaben sich die Schüler der Katholischen Grundschule Bildchen an der Reimser Straße auf eine Weltreise. Pünktlich zum dreißigjährigen Jubiläum packten die über hundert Schüler ihre Eltern, Geschwister und Großeltern in die Turnhalle und führten sie mit Liedern, Tanz und kleinen Theaterstücken rund um den Globus.

Zunächst ließ es sich Schulleiterin Elisabeth Aretz nicht nehmen, die Gäste zu begrüßen. Sie erinnerte an die Gründung der Siedlung Preuswald vor 30 Jahren, bei der auch die Schule gebaut wurde. «Einige der Eltern zogen damals in diese Schule ein und feierten den Beginn, genauso wie wir heute das Jubiläum feiern wollen», resümierte sie, und schon stand der Reise nichts mehr im Wege.

Zunächst wurden alle nach Irland entführt. Auf der grünen Insel verstehen es die Leute, zu musizieren und zu tanzen. Zu irischer Musik steppten die Jungen und Mädchen der 3a, das die Bühne wackelte und mussten sich hinter großen Vorbildern wie «River Dance» nicht verstecken.

Bei den Franzosen gab es viel Gesang: Lustige Volkslieder und Chansons standen auf dem Programm. Über das Land ging es bis Avignon, wo man schließlich «Sur le pont d´Avignon» sang und tanzte.

Flugs setzte man nach Afrika über, wo schon die Trommeln über die Steppen und Wüsten klangen. Im Regenwald Ghanas angekommen, wurde dann ein Märchen erzählt und gespielt. In «Das Lied der bunten Vögel» ging es um Solidarität. Sechs verschiedenfarbige Vögel konnten alle ein anderes kurzes Lied singen. Flogen sie zusammen zum Bauern, sangen und bunt flatterten, freute der sich, und sie bekamen Futter.

Doch als die Vögel einander überlisten und das Futter für sich alleine haben wollten, vertrieb sie der Bauer, weil der Gesang und das Gefieder der einzelnen Vögel nicht so schön wirkte. Der grün-gefiederte Regenwaldbewohner brachte es schließlich auf den Punkt: «Es ist nicht gut, wenn man nur an sich denkt.»

Alle Darbietungen wurden in der Projektwoche vor der Aufführung mit den Schülern eingeübt und erarbeitet. Den Spaß und das Engagement der Steppke merkte man allen an. Von Afrika ab über den großen Teich. Wieder Trommeln und Gesang. Doch der Wigwam verriet schnell: die Klasse 2a hatte alle zu den Indianern nach Nordamerika mitgenommen.

Nachdem man den Pazifik überquert hatte, konnte man orientalischen Tanz bewundern, bevor, frei nach Jules Vernes «In 80 Tagen um die Welt» die Reise noch einmal Revue passieren ließ. Nach der Aufführung wurde dann weiter mit allen beim Schulfest weiter gefeiert: Ponyreiten, Torwandschießen, eine Cafeteria oder eine Tombola waren nur einige der großen Attraktionen.

Der Erlös des Festes sowie Spenden von Sponsoren brachten den großen Wunsch der Kleinen ein gewaltiges Stück näher: Demnächst wird ein Klettergerüst die Pausen noch interessanter machen.

Björn Gürtler, 07.05.2001 19:25



zuletzt geändert aretz, 08.05.2001